RFA - VARIABILITÄT DER ZONE OF ABLATION (ZOA)
Die Radiofrequenzablation (RFA) stellt eine neue Methode der lokalen Gewebeablation dar, die neue therapeutische Option insbesondere bei malignen Raumforderungen der Leber eröffnet. Die durch die RFA erzeugte Nekrosezone (zone of ablation (ZOA)) ist hoch variabel. Diese Variabilität ist eine der Hauptursachen für die klinisch unbefriedigende Lokalrezidivrate nach RFA. Die Arbeitsgruppe setzt Verfahren der dreidimensionalen Bildverarbeitung für klinische Computertomographie-Datensätze ein um die in der klinischen Praxis auftretenden Variationen zu quantifizieren. ![]() Das Beispiel zeigt eine multiplanare Rekonstruktion einer RFA-Nekrose. Die ZOA wurde gelb eingefärbt, die nach Herstellerangaben erwartete kugelförmige Nekrose von 5cm Durchmesser ist als grünes Overlay sichtbar. Die Daten dieser Untersuchungen sind nachzulesen unter Ann Surg Oncol (11) 2004. ![]() Alternative Algorithmen der elektrophysiologischen Steuerung des Ablationsprozesses werden an in vitro und in vivo Modellen getestet. Das Beispiel zeigt die Projektion von 5 Ablationen übereinander. Je schwarzer die Fläche desto wahrscheinlicher wird die Fläche bei jeder Ablation in eine Nekrose überführt. Die Einzelheiten dieser Untersuchungen finden sich unter: Langenbeck Arch Surg (Epub) 2008. Die Arbeitsgruppe hat in einer internationalen Konsensusgruppe an der Festlegung der Parameter mitgearbeitet, die für eine valide und reproduzierbare Beschreibung der ZOA notwendig sind. (Ann Surg Oncol (14) 2007) Zur Zeit laufen weitere experimentelle Studien zur Standardisierung der RFA induzierten Nekrosezone. Dieses Projekt wird bearbeitet von: D.L. Stippel, C. Bangard, S. Yavuzyasar, R. Wahba, K. Prenzel, H.J. Fischer |


